Analyseverfahren zur Bestimmung von Isothiazolinonen

VOC - Imissionen in der Raumluft nach Anstrichen mit Dispersionsfarben sind bekannt. Die darin häufig als Topfkonservierer enthaltenen Isothiazolinone werden bislang jedoch kaum in der Raumluft untersucht, obwohl Isothiazolinon-Allergien durchaus verbreitet sind.

Isothiazolinone sind Konservierungsstoffe die vor allem zur Haltbarmachung von Dispersionsfarben verwendet werden. Durch ihren hohen Wassergehalt sind diese Farben besonders anfällig für den Befall von Mikroorganismen, und müssen deshalb für Transport und Lagerung haltbar gemacht werden.
In Deutschland werden zur Zeit etwas 560 000 t Dispersionsfarben jährlich hergestellt, wovon ca. 80 % Isothiazolinone enthalten. Die Einzelsubstanzen CMI (5-Chlor-2-methyl-2, 3-dihydroisothiazol-3-on) und und MI (2-Methyl-2,3-dihydroisothiazol-3-on) liegen normalerweise als Gemisch (CAS-Nr. 55965-84-9) im Verhältnis 3:1 in den in den Handel gebrachten Produkten vor.
Nach den Bewertungen des Bundesinstitus für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin gehören Isothiazolinone zu den bedeutenden Kontakallergenen, zudem sind sie stark haut- und schleimhautreizend. Außerdem gelten sie nach der Gefahrenstoffverordnung als giftig beim Verschlucken und bei Berührung mit der Haut und sogar als sehr giftig bei Aufnahme über die Atemwege.
Als Biozide mit bakteriziden und fungiziden Eigenschaften wirken sie zelltoxisch und mutagen.
Schon geringe Konzentrationen in der Innenraumluft bewirken bei sensibilisierten Personen eine Reizung der Haut, der Augen, und der Nasenschleimhäute, oft noch Wochen nach dem Streichen der Wände mit Dispersionsfarben. In einzelnen Fällen sind bei Personen auch Ekzeme aufgetreten.
Hersteller von Dispersionsfarben, die den Blauen Engel nutzen wollen und ihre Farben mit Isothiazolinonen konservieren, müssen deshalb auf der Verpackung auf diesen Wirkstoff hinweisen und eine Telefonnummer angeben, unter der Allergiker Informationen erhalten können.
Zur Beurteilung des gesundheitlichen Risikos durch eine MCI-Luftbelastung werden zwei provisorische Richtwerte (RW2 und RW1) verwendet, die von der deutschen Expertengruppe AGLMB (Arbeitsgemeinschaft der leitenden medizinalen Beamtinnen und Beamten der Länder) vorgeschlagen wurden, aber rechtlilch unverbindlich sind. Der RW2 (0,5 µg/m3) ist ein toxikologisch begründeter Wert und stellt die Grenze zu einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung dar. Der RW1 (0,05 µg/m3) wird als für die Allgemeinbevölkerung langfristig unbedenklicher Wert angesehen.

Selbst das Überstreichen einer älteren, Isothiazolinon-haltigen Farbschicht mit einer Isothiazolinon-freien Farbe bildet keine Sperrschicht gegen deren weitere Emission, sondern kann im Gegenteil diese sogar noch verstärken.

Es ist wichtig über eine Analytik zu verfügen, die Isothiazolinone in kleinsten Konzentrationen nachweisen kann, um ein mögliches Gesundheitsrisiko für Bewohner und Nutzer von Räumen abschätzen und minimieren zu können. Diese Isothiazolinon-Analytik erfordert eine sehr spezifische und komplizierte Thermodesorptionsapparatur, die nur wenigen Laboratorien zur Verfügung steht.

Wir bei ALAB sind in der Lage, Ihnen diese Analytik ab sofort anbieten zu können.

>>> PDF-Artikel: "Isothiazolinone in Wandfarben"

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